Aufsatz zu einem Datenerhebungskonzept der „In situ Unterrichtsforschung“

Der auf einen Vortrag auf der Tagung „Qualitative Videoanalyse in Schule und Unterricht“ (CeLeB-Tagung zur Bildungsforschung) vom 1. bis 3. November 2018 zurückgehende Aufsatz thematisiert das audiovisuelle Datenerhebungskonzept einer „minimalinvasiven Totalerhebung in situ mithilfe digitaler Multitrack-Aufnahmetechnik“, das ich in Zusammenarbeit mit Ulrich Oevermann und Christian Pawlytta seit 2004 entwickelt habe. Dieses Konzept legt den Akzent nicht allein auf die visuelle bzw. „videografische“ Erfassung des Schulunterrichts, sondern auch auf die möglichst umfassende Erhebung des gesprochenen Wortes. Die Herausforderung einer umfänglichen Audioaufzeichnung ist durch den modisch-unreflektierten Videographie-Hype ungerechtfertigt aus dem Blick geraten, obwohl das gesprochene Wort im Schulunterricht für viele Fragestellungen die reichhaltigste, differenzierteste Ausdrucksebene ist.

Franzmann, Manuel (2020): „Auf dem Weg zur Erforschung des Schulunterrichts in seiner realen Komplexität. Das Datenerhebungskonzept einer minimalinvasiven Totalerhebung in situ mithilfe digitaler Multitrack-Aufnahmetechnik“. In: Corsten, Michael; Pierburg, Melanie; Wolff, Dennis; et al. (eds.) Qualitative Videoanalyse in Schule und Unterricht. Weinheim: Beltz-Juventa. pp. 271–285

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