Aufsatz zur simulierten Normalität in geförderter Arbeit

9783837633733_720x720Aus einem Forschungsprojekt des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung von 2008-2011 entstanden ist ein jetzt endlich erschienener Aufsatz, den Frank Bauer, Philipp Fuchs, Matthias Jung und ich vor einiger Zeit zur simulierten Normalität in staatlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen verfasst haben. Das Forschungsprojekt richtete sich auf das damals von den Arbeitsagenturen regional sehr unterschiedlich implementierte Gesetz zum „Beschäftigungszuschuss“ (§16e SGB II), der erstmals die Möglichkeit vorsah, ein gefördertes Beschäftigungsverhältnis zu „entfristen“, d.h. samt staatlicher Förderung (in der Praxis von bis zu 100 Prozent!) auf Dauer zu stellen, also unter Umständen bis zum Ruhestand. Das Instrument hatte eine für die Widersprüche des aktivierenden Sozialstaats aufschlussreiche politisch-institutionelle Sprengkraft und wurde mittlerweile auch wieder abgeschafft, so wie generell die Budgets für staatliche Beschäftigungsförderung stark abgebaut wurden, obwohl die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit keineswegs verschwunden ist.

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Bibliografische Angaben:

Bauer, Frank; Franzmann, Manuel; Fuchs, Philipp; et al. (2016): „Simulierte Normalität in (dauerhaft) geförderter Arbeit“. In: Garstenauer, Therese; Hübel, Thomas; Löffler, Klara (eds.) Arbeit im Lebenslauf. Verhandlungen von (erwerbs-)biographischer Normalität. Bielefeld: Transcript Verlag. pp. 155-68
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